Was passiert, wenn du einen Job findest, den du liebst

DE | Hallo ihr Lieben! Es ist schon eine Weile her, seit ich hier das letzte Mal gebloggt habe. Das ist weniger aus Zeitgründen passiert, vielmehr aus Grübelei. Ich habe mir nämlich Gedanken darüber gemacht, was ich in Zukunft auf diesem Blog schreiben möchte. Schon lange habe ich die Traumvorstellung, einen Reiseblog zu machen, doch ich möchte mich nicht zwingend darauf beschränken. NETTI WRITES hat als Blog für meine kreativen Texte angefangen, und ich möchte wieder mehr Beiträge in diese Richtung veröffentlichen. Und ich möchte mich bemühen, relevante Themen aus meinem Alltag zu beschreiben.

Genau aus diesem Grund möchte ich euch erzählen, was bei mir im letzten halben Jahr alles passiert ist. Ich habe, sowie ich mich selbst einschätze, wieder eine große Veränderung durchgemacht. Ich meine, was ist schon eine große Veränderung? Aber für mich persönlich ist sie das:

Durch ein ganzes halbes Jahr in der Schwebe, voller Zweifel wie es danach weitergehen soll, bin ich viel mutiger geworden. Das ist für einen (eventuell ehemaligen) Angsthasen ein wirklich großer Schritt. Der neue Mut hilft mir außerdem, andere Seiten meines Charakters besser zeigen zu können.

Als im März 2015 mein Praktikum endete, habe ich mich so zerstört gefühlt. Während dieser Zeit habe ich sehr viele Emotionen einfach unterdrückt und verdrängt. Meine Komfortzone ist immer weiter geschrumpft, ich war ununterbrochen nervös und innerlich zittrig. Der niemals enden wollende Winter hat das alles nur noch verstärkt. Die Energielosigkeit war eine Spirale abwärts und ich hatte anstelle meiner Lebensfreude einfach nur noch Heimweh. Vielleicht kennt ihr das „Bedürfnishierarchie“-Modell von Abraham Maslow? Das ist mir nicht nur im Studium über den Weg gelaufen, sondern kommt sogar in John Green’s „The Fault in our Stars“ vor! ;) Diese Hierarchie gliedert unsere Bedürfnisse in grundsätzliche und lebensnotwendige bis zu „Luxus“-Bedürfnissen ein. Und rein vom Gefühl her war ich beim Schutzbedürfnis angelangt, weil ich mich sehr unsicher in meiner Umgebung gefühlt habe.

Nach meinem Umzug zurück nach Hause hat es immer noch ein bis zwei Monate gedauert, bis ich mich überhaupt wieder wohl gefühlt habe. In meiner Haut, in meiner Heimat, in meinem sozialen Umfeld. Meine Komfortzone war so klein, dass selbst Dinge, die mir Spaß machen, eine Herausforderung darstellten – sei es bloß ein Einkauf im Drogeriemarkt! Telefonieren finde ich generell schon schlimm, doch so war es die absolute Hölle.

Und was ist dann passiert?!

Ich muss sagen, dass ich wirklich das einmalige Glück habe, einen Freundeskreis und eine Familie zu haben, die mich mit offenen Armen wiederaufgenommen haben. Darüber habe ich in kurzer Form auch hier geschrieben. Besonders die Tabea war maßgeblich daran beteiligt, dass ich mich in meinem alten Zuhause bald wieder absolut wohl gefühlt habe.

Tabea

Seit ich zurück in Stuttgart bin, habe ich mich intensiv damit beschäftigt, mit welchem Studium ich weitermachen oder anfangen möchte. Ich habe verschiedene Universitäten besucht mit dem Ziel, BWL an einer Universität im Umkreis zu studieren und hierfür ins höhere Fachsemester einzusteigen. Gleichzeitig habe ich, trotz schlechtem Gewissen, mehr und mehr über das Fach Kommunikationswissenschaft informiert, obwohl ich dort im ersten Semester anfangen würde. Als im Mai dann die Bewerbungsfrist begann, habe ich mich im Umkreis überall für BWL und Kommunikationswissenschaft beworben, wo man es studieren kann. Ich bin sehr stolz darauf und unglaublich dankbar dafür, dass ich gleich aus mehreren Zusagen wählen durfte oder musste… die Qual der Wahl! Nun habe ich mich für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim entschieden und bin mit meiner Wahl sehr zufrieden und froh. Bald beginnen die Vorlesungen, dann mehr dazu.

Der perfekte Job für mich

Außerdem habe ich mich Ende Juni / Anfang Juli für einen Nebenjob in der Gastro beworben und nun kann ich sagen, wie schön es ist, wenn man einen Job gefunden hat, der einem Spaß macht. Bisher hatte ich nur Praktika und Ferienjobs, aber erst in meinem neuen Job fühle ich mich so gut aufgehoben. Das ist genau das Richtige für mich und am wichtigsten ist sowieso, dass man mit Leuten zusammenarbeitet, mit denen man sich gut versteht.

Wie gesagt habe ich das Glück, mir sehr loyale & gute Freunde auszusuchen ;) und ich glaube dass besonders die vorhergehenden Ereignisse dazu geführt haben, dass ich sofort Anschluss gefunden habe und mich sehr schnell anvertrauen konnte. Ich denke mal, dass das sehr stark an der offenen und herzlichen Art der Menschen dort liegt. Und ich habe selten so viele hochgradig tolerante und tolle Leute auf einmal kennen gelernt. Die haben mich mit ins Boot geholt und aufgenommen und akzeptiert. Das ist der Wahnsinn. So ein schönes Gefühl.

Ich hatte so einen der wunderbarsten Sommer bisher. Ich möchte gar nicht daran denken, dass jetzt so langsam wieder der Winter kommt. Aber ich bin momentan sehr glücklich und das sieht man mir auch an, besonders wenn man Bilder (oder zumindest für mich: das Spiegelbild) von vorher und jetzt vergleicht… (zu meiner Schande: Die Augenringe!)

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Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter! Trau dich! :)

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Und zu guter Letzt würde ich mich wie immer sehr freuen, wenn ihr einmal auf meinem Instagram-Profil vorbeischauen möchtet. Das ist einfach mein liebstes Social Media und ich liebe Fotos einfach so sehr, deshalb erzähle ich dort am liebsten, was mir gerade so passiert.

Mein Account ist nettitravels :D

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