5 Dinge, die ich über’s Bloggen gelernt habe

Heute möchte ich euch fünf Dinge zeigen, die ich über das Bloggen gelernt habe. Und ich lasse auch eine Erfahrung, die ich als Praktikantin im Online Marketing gemacht habe, mit einfließen. Viel Spaß beim Lesen!

5 Dinge ueber das Bloggen gelernt

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#1 5 Dinge über das Bloggen gelernt

Nicht bloß ein Tumblog, sondern ein richtiger Blog: Mehr Zeit, mehr Mühe! Mein Blog ist schon fünf Jahre alt. Nach langer Pause bin ich zurückgekehrt und schreibe wieder regelmäßig auf diesem Blog. In der Zwischenzeit war ich ziemlich lange nur auf Tumblr, und auch wenn ein Tumblog auch ein Blog in diesem Sinne ist, ist es dennoch nicht dasselbe!

Ein „richtiger“ Blog bedeutet Arbeit – egal, auf welcher Website er nun gehostet ist. Das kann auch Tumblr sein, denn ich meine damit, dass man die Inhalte selbst erzeugt, statt sie zu rebloggen. Sowohl dieser Blog als auch Tumblr und meine anderen Social Media Kanäle machen mir viel Spaß! Wenn ich einen Blog-Artikel schreibe, gehen allerdings mehrere Stunden drauf. Warum? Ich schreibe den Artikel, muss ihn gleichzeitig mit allen Bildern abstimmen, und am meisten Zeit brauche ich, um die Artikel vom Deutschen ins Englische oder vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen. Ich übersetze nicht eins zu eins, aber ich möchte, dass der Sinn erhalten bleibt, und so übersetze ich Satz für Satz.

Sobald ein Artikel fertig geschrieben ist, poste ich auf meinen Social Media Kanälen den Link und versuche, meine Freunde aber auch neue Leser für meine Inhalte zu interessieren und begeistern. Je nachdem, worüber man bloggt, kommen andere Kanäle in Frage und funktionieren unterschiedlich. Ich weiß zum Beispiel, dass Twitter bei mir super funktioniert, besonders weil die meisten meiner Internet-Freunde, die sich von vornherein auf elektronischem Wege mit mir austauschen, auch auf Twitter sind. So kann ich ihnen ganz einfach mitteilen, was ich gerade so mache, und bin unendlich dankbar, dass sie meinen Blog lesen! :)

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#2 5 Dinge über das Bloggen gelerntMan sollte eigentlich eine Nische haben. Man sollte eigentlich ein schöneres Theme haben. Man sollte eigentlich eine eigene .com-Adresse haben… und, und und. Perfektionismus! Auf Blogs findet er eine neue Form.

Ähnlich wie wenn man sich selbst mit anderen vergleicht, vergleicht man auch seinen Blog mit anderen. Eine bessere Idee, ein schöneres Design, die beste Internet-Adresse sind positiv beneidenswert. Ich finde, es hilft dabei, vor Augen zu behalten, wo man einmal hinwill. Damit meine ich, dass ich davon inspiriert werde und Ideen bekomme, was andere so machen. Ich möchte keine Posts veröffentlichen, die ich selbst nur semi-gut finde. Ein Blog ist so etwas Persönliches, dass man alles richtig und gut machen möchte. Denn dann sind die Diskussionen, die entstehen, oder das Feedback, das man bekommt, so viel besser!

Dabei geht es nicht nur um Anerkennung, sondern auch um Motivation. Wenn ich einen Artikel auf einer anderen Seite lese, den ich schlecht recherchiert oder mit unschönen Bildern beschmückt finde, ist es unwahrscheinlich, dass ich diesem Blog folge. Anders herum freue ich mich, wenn ich super Artikel lese, und folge diesen Blogs dann auch. Dadurch hat man irgendwie den Ansporn, ein Teil dieser Blogosphäre zu sein.

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#3 5 Dinge über das Bloggen gelerntNicht alles, was man machen will, ist möglich – aber mehr als gedacht. Damit beziehe ich mich auf die Möglichkeit, kostenlos einen Blog zu schreiben und darzustellen. Das hat eindeutige Grenzen.

Mehr möglich als gedacht: Ich bin total froh, dass es generell Themes gibt, die man übernehmen kann. Ein Theme komplett selbst zu programmieren wäre mir gar nicht möglich, schon gar nicht ein responsive design! Auch sonst bietet WordPress mit der Statistiken-Seite einen sehr guten Einblick in Seitenaufrufe und Besucherzahlen – für Anfänger. Damit komme ich gleich zum zweiten Teil:

Nicht alles, was ich machen will, kann ich machen – ohne dafür zu bezahlen. Auf WordPress gibt es einen „erweiterten“ Bereich, WordPress Premium, für den man bezahlen muss. Wer meinem Blog schon eine Weile folgt, weiß, wie sehr mich das nervt. Von Tumblr wird man verwöhnt: Kleine Veränderungen am Design, Links wie und wo man sie möchte, und das Einbinden vom professionellen Analyse-Tool Google Analytics. Ein Traum, der auf der kostenlosen Version von WordPress leider nicht möglich ist. Die absolute Wunschvorstellung wäre eine Mischung aus WordPress und Tumblr, denn WordPress bietet eben viele Features, die die Website so toll machen!

Mit WordPress kann man nämlich schon viel anstellen. Man kann Widgets einbauen – sofern sie mit dem gewählten Theme überhaupt funktionieren… und man kann ganz einfach Schaltflächen und ein tolles Menü erstellen. Für mich ist es für Anfänger auch die beste Alternative und besser als die meisten Anbieter. Der Traum, irgendwann auf WordPress.org (statt .com) umzusteigen, ist trotzdem dauerpräsent, denn das macht langfristig so viel mehr Sinn.

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#4 5 Dinge über das Bloggen gelerntBlogger Relations – denn mit dem Bloggen kann man Geld verdienen. Blogger, die sich in der Blogosphäre zum Beispiel mit Fashion oder Rezepten einen Namen gemacht haben, können auf ihrem Blog mit verschiedenen Kooperationen Geld verdienen. Einen tollen und ausführlichen Artikel über Blogger aus Österreich, der sich mit dieser Thematik befasst, gibt es hier.

Über Blogger Relations habe ich auch viel während meinem Praktikum gelernt. Mir war nicht bewusst, dass es durchaus gerechtfertigt ist, wenn Blogger für das, was sie tun, nicht nur Goodies, sondern auch Geld bekommen, und dass Unternehmen gegebenenfalls auch finanziell Werbung für den Blog machen. Diese Unterstützung führt dazu, dass der Blog an Reichweite gewinnt, also mehr Leser und Besucher bekommt – und das ist gut so, auch wenn das viel kostet! Viele Blogger sind selbstständig oder haben den Blog als Nebenjob. Wenn sie selbst schon so erfolgreich sind, dass sie Kooperationen an Land ziehen, ist das bloß fair, dass sie dafür bezahlt werden. Mit den Kooperationen stellen Blogger ihren Blog als Werbefläche zur Verfügung, selbst wenn sie ihre eigene Meinung und nicht unbedingt die des Unternehmens verbreiten. Das ist ja der Sinn am Bloggen: die eigenen Ansichten weitergeben. Wenn Blogger nicht nur Goodies, sondern auch ein Gehalt bekommen, werden sie für ihre oft auch im Vorfeld geschehene Arbeit, zum Beispiel den Aufbau ihrer Reichweite, belohnt.

UPDATE: Auf t3n gibt es einen sehr interessanten Artikel über Blogger Relations! Dieser drückt genau das aus, was ich so gelernt habe, und beschäftigt sich mit Kritik an Blogger Relations von beiden Seiten – der Blogger und der Unternehmen – aus.

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#5 5 Dinge über das Bloggen gelernt

Vernetzung und Aktivität in der Blogosphäre: Ich hätte niemals gedacht, dass ich so viel von anderen Blogs lernen kann. Vor meinem Praktikum habe ich eigentlich nie wirklich Blogs gelesen. Aber es gibt Blogs über alles! Nicht bloß Fashion und Food, sondern sogar über Schwangerschaften und Kinder und Online Marketing und SEO! Mein Lieblingsthema ist und bleibt das Reisen, denn dort gibt es die schönsten Bilder. Ich liebe es, Blogs aus anderen Ländern zu lesen, und bin so dankbar, dass so viele Menschen Englisch sprechen und schreiben können!

Das Einzige, mit dem ich mich noch anfreunden muss, sind Blogs auf Deutsch. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber deutschsprachige Blogger sind mir meistens erst mal unsympathisch. Auch ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass man in anderssprachigen Ländern eher fremde Links auf seinen Kanälen teilt, also nach dem Motto schaut her, das ist mein Freund und der macht dieses krass abgefahrene Ding, besucht mal seine Seite. In der deutschsprachigen Blogosphäre vermarktet sich jeder bloß selbst. Genau aus dieser Antipathie heraus war es für mich am Anfang auch nicht gleich nachzuvollziehen, dass Unternehmen so viel Geld für diese Blogger ausgeben (#4).

Für Blogs macht Networking richtig Sinn. Es macht total viel Spaß, andere Blogs zu lesen und zu kommentieren. So lernt man andere Blogger besser kennen und ich freue mich selbst über jeden Kommentar unter meinen Artikeln. In die Artikel kann man außerdem alles einbinden: Texte, Bilder, Videos, Aufnahmen… so kann man seinen kleinen kreativen Platz zu etwas ganz Besonderem machen. Es ist total schön, wenn andere daran teilhaben.

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Die Nummern-Grafiken sind von femsplain.com.

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2 Gedanken zu “5 Dinge, die ich über’s Bloggen gelernt habe

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