Safer Internet Day 2015

Safer Internet Day 2015

Heute, am 10. Februar, ist Safer Internet Day! Auf den Seiten verschiedener Portale dreht sich heute alles um den Schutz der eigenen Daten im Netz. Wie gehen wir mit unseren Daten um und was kann mit ihnen passieren?

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Wir im Netz

Laut der Internet World Business* ist es 63% unserer Generation wichtig, wie unsere persönlichen Daten im Internet geschützt werden. Aber im Vergleich zur Generation über uns (67%) und der 40- bis 50-jährigen (75%) scheint das Interesse an diesem Thema abzunehmen.

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Wie gehen wir mit unseren Daten um?

Mama beschwert sich, was wir alles auf Facebook posten ─ ein Foto hier, ein Standort da ─ und wir verdrehen genervt die Augen. Aber sie hat ja Recht: Je mehr man preis gibt, desto angreifbarer wird man. Was nicht ins Netz gehört sind deine Telefonnummer und Adresse, die am besten nur angeben, wenn es sich um einen trusted shop handelt oder die Seite sehr groß ist. Bei Seiten, auf denen man sich ein Profil anlegt, muss es ja nicht immer der richtige Name sein, und am Besten ist es auch, wenn man den Geburtstag nicht öffentlich angibt. Und was ist mit dem Blog? Meistens muss ein Impressum mit Adresse und Kontakt-E-Mail-Adresse her.

Ein paar Dinge, die ich zum Schutz meiner Daten mache:

  • Bilder lieber doppelt ansehen als einmal zu wenig.

Ich liebe Instagram und poste auch gern einmal ein Bild auf Facebook. Dabei sehe ich mir alle Bilder aber genau an, weil ich nicht möchte, dass etwas im Internet landet, was mir später schaden könnte. Das Internet vergisst nichts! Wenn dann doch einmal ein Freund ein schlechtes Bild von dir postet, hast du das Recht, zu verlangen, dass er oder sie es löscht. Falls das nicht freiwillig passiert, kannst du das Bild auch beim jeweiligen Webseiten-Betreiber melden und sperren lassen. Je nach dem, wie gut die Seite ist, wird sie dem schneller oder langsamer nachkommen. Auch bei Messenger-Diensten solltest du darauf achten, dass du keine Bilder verschickst, die du nicht irgendwo auftauchen sehen möchtest. Und trotz dass das Instagram-Profil auf privat gestellt ist, können die Bilder z.B. auch mit Screenshots weiterverschickt werden.

  • Keine Standorte posten.

Ich achte darauf, dass das GPS an meinem Handy grundsätzlich aus ist. Wenn ich einmal Lust habe, auf Facebook zu posten, wo ich gerade hingereist bin, mache ich das grundsätzlich erst danach. Shpock und Kleiderkreisel nerven mich – da muss man seinen Ort oder seine Postleitzahl angeben.
Aber grenzwertig ist dieses Thema, wie all die anderen, auch. Denn dank GPS kann ich meine Läufe aufzeichnen und später auswerten, und das liebe ich.

  • Deine Daten als Blogger und in öffentlichen Profilen

Je nach Anbieter gibt es Schutzeinrichtungen für deinen Blog, zum Beispiel Akismet, das Spam in Beitrags-Kommentaren verhindert. Auf YouTube kann man seine E-Mail-Adresse geschützt hinterlegen, sodass die Besucher einen Code eingeben müssen, bevor sie sie sehen können („prove you’re not a robot!“). Was für mich dabei ganz gut funktioniert, ist, dass ich (leider und auch aus Versehen) etwa zehn verschiedene E-Mail-Adressen habe, und je nachdem, welches Konto ich anlege, weiß ich ungefähr, welche Accounts mit dieser Adresse verbunden sind. Wenn ich weiß, dass ich bei einer der E-Mail-Adressen nicht meine private Adresse angeben musste, eignet sie sich sehr gut, um sie Log-in für Accounts zu verwenden. Wenn dann doch irgendwo die E-Mail-Adresse gepostet werden muss, kannst du sie vor Spam schützen, indem du das @ zum Beispiel als (at) – oder auch als (ääät) ;) – ausschreibst. Jeder Mensch kann das verstehen, aber es schützt dich davor, dass deine E-Mail-Adresse einfach von Spammern gefunden wird.

Manchmal ist es auch hilfreich, zur Abwechslung dann halt doch mal die Datenschutzbestimmungen zu lesen. So erfährst du, was für Daten über dich auf den Seiten, die du so besuchst, gesammelt werden, oder was für „Cookies“ von dir gespeichert werden. Wenn man sich ein wenig in die Thematik einliest, stellt man auch fest, wie man sich auf manchen Seiten besser schützen kann. Bei Facebook zum Beispiel kann man immer festlegen, wer genau die Posts sehen kann – oder halt nicht.

  • Infos zum Datenschutz von offizieller Seite

Der Safer Internet Day soll dazu dienen, auf Datenschutzthemen und die Sicherheit im Internet aufmerksam zu machen. Was genau Datenschutz überhaupt ist, könnt ihr z.B. auf der Datenschutz-Seite von YoungData nachlesen. Auf dieser Seite gibt es auch ganz viele Infos über verwandte Themen! Außerdem wird dort ins Detail gegangen: Was bedeuten die Privatsphäreeinstellungen und wie und warum werden Daten im Internet gesammelt? Da YoungData das Jugendportal der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder ist, sind die Infos verständlich verfasst und aktuell.

YoungData

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Was kann mit unseren Daten passieren?

Was andere mit den eigenen Daten dürfen und was nicht, weiß man meistens gar nicht so richtig. Hier versuchen Plattformen darauf aufmerksam zu machen, ab wann ein Regelverstoß auftritt. Besonders auf der Themen-Seite von klicksafe sieht man auf einen Blick, was hier relevant ist, extrem nutzerfreundlich dargestellt. Klicksafe ist eine EU-weite Initiative für mehr Sicherheit im Netz, und so können sie offen und neutral über Sachverhalte und problematische Inhalte berichten.

Nicht nur Internetseiten, sondern auch einzelne Personen können deine Daten sammeln. Fremde Inhalte als die eigenen zu verkaufen geht gar nicht! Das fällt dann auch ins Urheberrecht.

Brisant kann es aber auch werden, wenn Cyber-Mobbing auftritt. Das ist immer wieder ein Thema, denn das kann schneller passieren, als man denkt. Eine meiner Freundinnen hat ihr Facebook-Profil gelöscht und wird sich auch keines mehr anlegen, weil sie im Internet gemobbt wurde. Genau deswegen schließe ich hier ein paar Links an. Auf den Seiten findet ihr Infos direkt zu diesem Thema; wie ihr euch vorher und nachträglich schützen könnt.

Cyber-Mobbing bei YoungData
Cyber-Mobbing bei klicksafe
Gib Cyber-Mobbing keine Chance! – Ein Artikel von Joana, den ich vor einiger Zeit gelesen habe und unglaublich gut fand.

* Die Statistik zu Beginn des Artikels ist der Ausgabe 3/15 von Internet World Business (Ulm) entnommen.

Hast du weitere hilfreiche Links oder Ideen und Tipps, hinterlasse gerne einen Kommentar! Auf den von mir verlinkten Seiten werde ich mich in den nächsten Tagen definitiv noch selbst mit dem Thema beschäftigen und ganz viel nachlesen.
Hast du schon Erfahrungen mit beschriebenen Themen gemacht? Erzähl :)

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Neue Kategorie: „Gute Tat“!

Unter dieser Kategorie möchte ich in Zukunft auf Aktionen und Organisationen eingehen, die dem „guten Zweck“ dienen und die Welt ein kleines Stückchen besser machen oder positiv bereichern. Hier sollen sich Influencer und Ereignisse sammeln, die man als „gute Sache“ bezeichnen kann. Ich freue mich, wenn ihr zum Lesen dabeibleibt :)

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2 Gedanken zu “Safer Internet Day 2015

  1. Im Grunde finde ich es gar nicht schlimm, wenn Daten von mir im Internet sind. Ich mag es, wenn Google mir direkt das Ergebnis liefert, welches zu mir passt, weil Google eben weiß, dass ich die letzten Wochen nach bestimmten Dingen gesucht habe.

    Aaaaber ich weiß auch sehr wohl, welche Daten ich preisgebe und welche nicht. Meine Handynummer oder Anschrift tauchen im Internet nicht auf. Angaben zu meiner Ausbildung und diverse Dinge, die mit meinem Beruf zu tun haben auch nichts im Netz zu suchen. Ich glaube auch, dass ich ganz gut einschätzen kann, welche anderen Daten ich ohne Probleme im Internet verstreuen kann, ohne dass man sie direkt gegen mich verwenden kann.

    Bei der ganzen „Safer Internet“-Debatte fällt jedoch immer wieder auf, dass viele Menschen dies nicht können. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass man die Fotos, auf denen sie betrunken am Strand herumliegen, gegen sie verwenden könnte. Oder, dass es vielleicht auch Nachteile haben kann, wenn ihre Handynummer im öffentlich zugänglichen Facebook-Profil auftauchen. Und gerade bei Kindern fällt immer wieder auf, dass sich 12-14jährige Mädchen z.B. einen Spaß daraus machen relativ freizügige Fotos zu teilen und dann nicht verstehen, warum sie anzügliche Bemerkungen dafür ernten.

    Im Grunde müsste man Menschen einfach sinnvoll schulen und ihnen beibringen welche Auswirkungen bestimmte Daten, Fotos, Fakten und Videos haben können. Es ist erstaunlich, dass dies immer noch nicht ein Grundbestandteil des Lehrplans ist. Medienkompetenz sollte nicht dort aufhören, wo man weiß, wie man ein Gedicht analysieren und Zeitungstexte verstehen kann, sondern auch auf moderne Medien und Kommunikationswege übertragen werden.

    1. Hallo Chochi,
      Danke für deinen Kommi! Man kann dir nur zustimmen :) Das Verständnis für’s Internet gibt’s halt besonders in der Generation dazwischen, und wenn Eltern darüber noch nicht bescheid wissen und es in der Schule auch noch nicht unterrichtet wird, tappen die Jüngeren leider in die Falle… Ich glaube, es ist gut, möglichst oft auf Datenschutz und Co. aufmerksam zu machen.
      Ganz liebe Grüße, Jean

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