Zeitgeist 2014

Gedanken beim Winterspaziergang | Winter Thoughts

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Es ist Dezember, bald fängt das neue Jahr an – wie immer eine Zeit, in der man viel über sich selbst und seine Ziele nachdenkt (in meinem Fall noch mehr als sonst). Dies ist also ein Blog-Post über meine Gedanken – was mich bewegt, besonders im Hinblick auf den Neustart, der mir bevorsteht.

It is december and the new year is about to start. As always, this is a time of (in my case over-)thinking about yourself and your goals. So this happens to be a blog-post about my thoughts – about what moves me according to the upcoming and life-changing fresh start.

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DE | Wenn die Vorfreude nicht mehr reicht, was passiert dann?

Eine angeborene (Über-)Lebenstaktik meinerseits ist das Motto „Augen zu und durch“. Denn es wird ja bekanntlich alles besser, lässt man das Störende erst einmal hinter sich. Die Schule war hart, aber im Studium wird sicher alles besser: Das ist das High Life, all der Spaß, das Umziehen, neue Menschen und vor allem die tollen neuen Freunde, die ich tatsächlich auch gefunden habe. Doch auch das Studium war hart, aber im Praktikum wird sicher alles besser: Ein geregelter Tagesablauf, freie Abende ohne Lernen, freie Wochenenden ohne Lernen, das Umziehen in eine der tollsten Städte der Welt, neue Menschen und endlich einen Fernseher zu Hause, auf den ich zwei Jahre verzichtet habe. Doch auch das Praktikum war hart… und so geht es immer weiter. Immer hat man das Licht am Ende des Tunnels vor Augen, das alles besser macht und uns ertragen lässt, was wir tagtäglich sehen und erleben. Natürlich genieße ich alle neuen Erlebnisse, alle Freundschaften, die ich schließe und die auch bleiben, aber alle Lebensabschnitte haben auch ihre Tücken. Das ist normal, denn es gibt eben nicht nur Aufs, sondern auch Abs, wie es uns die Peanuts gelehrt haben. Aber wenn man kaum noch Luft holen kann… dann glaube ich, dass man etwas Ändern muss.

Schon bevor dir deine Situation schlaflose Nächte bereitet oder du merkst, dass du alle störenden Gedanken verdrängst, weil du nicht nur mit deiner jetzigen Situation unzufrieden bist, sondern auch mit dem, was unabdingbar auf dich zukommt, ist es vielleicht nötig, dass du etwas anderes versuchst. Unüberlegt zu handeln ist bestimmt keine gute Idee. Die Entscheidung, sich zum Beispiel beruflich anders zu orientieren oder seine Unzufriedenheit endlich offen zu äußern, erfordert auf jeden Fall viel Mut, denn obwohl die Entscheidung unterbewusst vielleicht schon früh gefallen ist, braucht es noch Zeit, um sich damit bewusst und umfassend auseinander zu setzen.

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Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Dieser Weg ist bestimmt nicht leicht. Jedem fällt es schwer, zu äußern, auch einmal falsch abgebogen zu sein. Aber die Lebensänderung stellt kein Versagen dar. Wir haben nur ein Leben, das es zu leben wert sein soll. Die Zeit, die wir zur Verfügung haben, sollten wir uns auch nehmen – das kostbarste aller Dinge.

Das ist wie bei Momo von Michael Ende: Man kann die Zeit ja nicht kaufen. Man muss sie sich nehmen. Und obwohl wir eigentlich ein ganzes Leben lang Zeit haben, zerrinnt sie uns zwischen den Fingern. Wir müssten sie uns nehmen, und viel zu selten tun wir das wirklich. Bei allen geht es nur um Effizienz: Wie gut kann ich meine Zeit nutzen, und wie nutze ich sie noch besser? Dadurch können aber auch kurzentschlossen die falschen Wege eingeschlagen werden. Eigentlich sollten wir uns alle einmal über unsere Prioritäten nachzudenken. Wie wäre es eigentlich, sich einmal genug Zeit dafür zu nehmen, sich darüber klar zu werden, was man wirklich will? Lagen wir einmal falsch, nehmen wir uns beim nächsten Mal vielleicht mehr Zeit. Wir ziehen unsere Schlüsse und treffen hoffentlich das nächste Mal die richtige Entscheidung… dann gehen wir vielleicht endlich den richtigen Weg.

Wenn die Vorfreude nicht mehr reicht, muss sich etwas ändern.

Auch kleine Änderungen können viel ausmachen. Und wenn dann ein großer Umschwung im Leben ansteht, wird einem fast schlecht davon. Aber wenn die Zeit nur noch rennt und sich das Licht am Ende des Tunnels nicht nähert, fragt man sich, warum man immer auf etwas warten muss, anstatt die Situation, in der man sich befindet, zu verbessern.

Zeitgeist 2014

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Wie schon letztes Jahr gibt es ein paar Dinge, die mir für dieses Jahr maßgeblich in Erinnerung bleiben. Die größte Veränderung, und die wohl schwerste Entscheidung, die ich je getroffen habe, ist es, meinen Studiengang und -ort zu wechseln. Das ist in meinem Fall mangels leichtem Vergleich gar nicht so einfach. Aber seit diesem Jahr ist es schlimmer für mich, in das alte Studium zurückzukehren, als ein College Dropout zu sein. Mit diesem Entschluss geht es mir noch nicht besonders gut, da es mich nervös macht, nicht über meine Zukunft Bescheid zu wissen. Aber dank vieler guter Freunde und deren Zuspruch und nicht zuletzt durch die Unterstützung meiner Familie geht es mir trotzdem einigermaßen gut damit. Aber verdrängt werden die störenden Gedanken auf jeden Fall noch, bis ich sie ausgrabe, um herauszufinden, wie es weitergehen wird.

Wie das vorherige Jahr war 2014 ein sehr spannendes Jahr. Leider bin ich nicht so viel in der Weltgeschichte umhergereist, sondern eher in jeder freien Minute nach Hamburg oder nach Hause (beides sehr gut!), weshalb ich mir mit meiner Städtereise nach Rom wirklich einen Traum erfüllen konnte, und dort war es noch viel schöner, als ich je gedacht hätte. Ich habe einen Spruch aufgeschnappt, der in etwa sagt, es sei schon seltsam, zu sehen, mit wem man das Jahr begonnen hat und mit wem man es aufhört. Vielleicht hat eine Freundschaft nicht gehalten oder es wurden Erwartungen enttäuscht. Auf jeden Fall verdeutlicht es, was im vergangenen Jahr so alles passiert ist, und sowohl Positives als auch Negatives prägen dieses Jahr. Aufs und Abs.

Highlights

Bester Film: Mockingjay (The Hunger Games)

Bestes Lied: Summer von Calvin Harris

Bestes Ereignis: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Brasilien

Bester Kauf: Meine Laufschuhe

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EN | What happens if anticipation is no longer enough?

Closing one’s eyes and hoping for the best has always been a motto to live by for me. It is, because everything will get better one day anyways, thus we endure the harder things we face everyday. School was hard, but when studying, everything will be better: it’s a high life with much of fun, moving out, new people and nice friends who will stay eventually. But studying has also been hard, and when being an intern, everything will be better: a settled schedule, free evenings without having to study, free weekends without having to learn anything, moving into one of the most amazing cities there are, new people and finally a TV which I had to live without for about two years. But being an intern has also been hard… and so it goes on. You will always see the light at the end of the tunnel, which will make everything better eventually and which lets you bear with the situation you currently live in. Of course I really enjoy all the new experiences and friendships, yet all parts of your life have their difficulties. That’s the ordinary life, as there cannot only be Ups, there also have to be Downs, at least that’s what the Peanuts taught us. But if you run out of breath… maybe that’s the time when you need to change something.

Even before you have insomniac nights or you confess that you suppress all challenging thoughts – which demonstrate that you’re unhappy with your life or what will soon happen to you in your not too distant future – maybe it’s necessary for you to try something new. To act without thought is probably a bad idea. The decision to re-consider your carreer choice or to show your dissappointment requires a lot of courage. Although you might have already came to the conclusion that change was necessary, it needs time for you to extensively and consciously deal with it.

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Where there’s a will there’s a way.

This doesn’t mean that the way will be easy to follow. It’s hard for anyone to confess that they made the wrong turn. But changing your life doesn’t mean you failed. We only have one life which should be worth living. We should take and use the time that was given to us, because it’s the most valuable thing we own.

It’s just like in the story Momo by Michael Ende: You cannot buy time. You have to take it for yourself. Even though we have a lifetime to do what we want, time sometimes runs out. Far too seldomly, we take this time. Everyone is only thinking about efficiency: How can I best use my time, and how can I use it even better? This can sometimes lead to wrong decisions, if we decided too quickly. We really should sort out our priorities. What if we took our time to get a deep understanding of what we really want? Having failed once, maybe we’ll take more time for the next decision. We ask ourselves so many questions… to hopefully end up following the right way.

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When anticipation is no longer enough, we might have to change something.

Also small changes can make a big difference. And if a big change is about to follow, one nearly faints. Yet if time is doing nothing but running out and the light at the end of the tunnel never comes closer, you might start asking yourself, why you always have to wait for something to happen instead of taking action yourself to better your situation.

Zeitgeist 2014

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Like in the year before, there are a few things to remember for this one. The biggest change and the most difficult decision I ever made was to change subject and location of my studies. Due to the fact that my studying subject is very specific, the transition isn’t done easily. But since this year, it appears to me that it would be harder to go back to the old life than being a college dropout. This conclusion is not simple for me, as it makes me nervous to not know my future. Only with the help and support of many lovely friends and not least by my family, I am fine with it. I still have to push the alarming thoughts away, but I’ll soon re-think to find out about what to do next.

Just like the year before, 2014 was an exciting year. Alas, I haven’t travelled a lot, only taken every spare minute to travel home or to Hamburg (which has both been good!), that’s why my trip to Rome has been more than realising a dream and Rome was so much more beautiful than I could have ever imagined. I found a saying, going something like, it’s funny to see with whom you’ve started and with whom you’ve ended your year with, and it seems to be true to me. Maybe, some friendships aren’t made to last, and some expectations aren’t made to be met. In any way it reflects everything that has been happening this year, both positive and negative: Ups and Downs.

Highlights

Best movie: Mockingjay (The Hunger Games)

Best song: Summer by Calvin Harris

Best event: Men’s Football World Cup in Brazil

Best purchase: new running shoes

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Danke für’s Lesen! :) Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Thanks for Reading! :) I wish y’all a good start next year.

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