5 Meter

Musik: Chester See – Beautiful

Bushido war
in Stuttgart

Spätestens wenn man heute
Regio TV (;P) geguckt hat, weiß
man es! ;)
Bushido hätte gern einen eng-
lischen Text von Herrn Öttinger,
den er rappen kann. Ha ha.
WIR WAREN DA!!! Von Bushido
haben uns aber leider immer
5 Meter getrennt. Egal.
In den Film („Zeiten ändern
dich“
) wollten wir eigentlich auch
rein, aber hallo – 3. Reihe?!!!
Neeeeee!^^

Kaum zu glauben: Dann waren Christina, Vera und ich tatsächlich in „Friendship!“ Total geil! Witzig! Suuuper schön. Ich mag Matthias Schweighöfer^^ :D
Der gute Veit tut einem total Leid, eine von uns dreien hat geheult. Wer, wird nicht verraten ;)
Der gesamte Film war total witzig! Ich mochte ihn

.

.

Hinter der Scheibe

Neue Stadt, altes Leben. Dasselbe, doch anders. Neues, jeden Tag, sodass es fast schon Gewohnheit ist, etwas Neues kennen zu lernen. Heute ist es ein Flughafen.
Leere macht sich breit, wenn ich an all das denke, was ich habe, wofür ich nicht dankbar sein kann, weil mir diese eine Sache fehlt, die ich nicht haben kann. Man kann alles kaufen, man kann Leute dazu bringen, einen zu lieben, aber was, wenn sie es freiwillig täten? Ich lerne keine Mädchen kennen. Auch in der ersten Reihe sind sie so weit weg, am anderen Ufer… Ich weiß nicht, wie ich zu ihnen finden kann. Ich weiß nicht, wie ich durch das Wasser laufen soll, es doch so tief ist und ich darin versinke und es kein Zurück gibt an die Oberfläche.Leere macht sich breit, überall. In meinem Kopf, in meinem Herzen. Das letzte Puzzleteil ist und bleibt verloren, sodass ich niemals werde vollständig sein können.
Ich bin einsam, egal, wie viele Menschen um mich herum stehen. Ich sehe sie alle an, aber kein Anblick ist der, den ich suche. Viele sehen so aus, als könnten sie zu dem werden, was ich suche, doch das Mädchen, das ich suche, soll von Anfang an die Richtige sein, ohne es werden zu müssen.
„Du lässt ja auch niemanden an dich ’ran, wie willst du da eine kennen lernen?“, fragen mich meine Freunde. Sie haben recht, aber ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Wie ich mich ändern kann. Egal, wie oft ich mich anders anziehe oder meine Haare anders trage, ich kann mich nicht ändern.
Ich sehe nicht auf, wenn ich gehe. Schon in meiner Kindheit bin ich mit dem Gesicht zu Boden gelaufen. Es hindert mich daran, zu stolpern (und somit dieser Peinlichkeit zu entgehen), und ich kann meinen Gedanken nachhängen, da es nicht so viel Aufmerksamkeit braucht. Ich kann dann verschwinden, irgendwie. Dann bin ich unsichtbar, obwohl ich das wohl niemals sein werde. Egal, welche Maske ich trage – sie sehen mich. Oder glauben, mich zu sehen. Dabei sehen sie nur die Maske und stellen sich vor, dass sich das, was sie sich am meisten wünschen, dahinter. Aber so ist es nicht. Ich bin leer.

.

Ich blicke nicht auf. Den Schatten, der neben mir läuft, erahne ich nur aus dem Augenwinkel. Es huscht und zuckt neben mir, doch das Sonnenlicht wird von der Glasscheibe reflektiert, sodass ich nicht hindurch sehen könnte, selbst wenn ich es wollte. Warum will ich nicht? Egal.
Den einen Fuß vor den anderen, Schritt für Schritt, bitte lass’ mich nicht stolpern.
Ich bin leer. Wenn ich stolpere und falle zerbreche ich in tausend Stücke wie eine zu Boden geworfene Blumenvase. Die Blumen fehlen mir. Das Bunte. Das Schöne. Es existiert nur außerhalb von mir, es wurde mir auf meine Maske gemalt.
„Das ist wahre Kunst“, sagt der Maler und betrachtet stolz sein Werk. Wie es wohl ist, mich zu malen? Egal. Ich bin leer, mit bunter Farbe auf dem Gesicht.
Die Schritte neben mir auf der anderen Seite gehen schneller. Sie hüpfen und springen. Das kann nicht mein Spiegelbild sein, stelle ich fest. Ich bin erwachsen geworden. Ich habe verlernt, wie man hüpft. Ich habe verlernt, wie man springt. Sollen sie das Hüpfen und Springen doch auf meine Maske malen, auf der auch das Bild von meiner Kindheit aufgedruckt ist. Es ist wie ein Tattoo, das man nicht einfach wegwischen kann. Es ist für die Ewigkeit, irgendwie. Eingedruckt. Fest verankert. Obwohl ich schon lange den Boden unter meinen Füßen verloren habe. Ich bin so leer, dass ich schwebe. Doch niemand lässt mich fliegen. Meine Flügel habe ich jemand anderem geliehen, der sie noch immer braucht, sodass ich sie nicht zurück bekommen werde. Doch wer wird für mich da sein?
Mein Schritt ist federnd. Es passt zu mir. Genau das, was sie sehen wollen. Mein Blick ist zu Boden gerichtet, bis wir stehen bleiben. Dann riskiere ich einen Blick zur Seite. Das Hüpfen und Springen hinter der Scheibe hat aufgehört. Die Füße stehen still. Ich drehe mich ganz zu ihnen herum. Warum ist es nicht mein Spiegelbild, das ich sehe? Das wäre so viel einfacher… Die Sonne hat aufgehört zu blenden.
Da steht eine Gestalt hinter der Scheibe. Sie stand still, doch als sie mich sieht, wie ich mich zu ihr herum drehe, beginnt sie, wieder zu springen, doch ohne die Füße vom Boden zu heben. Fast schon panisch sieht sie aus, die Augenbrauen weit in die Höhe gerissen und leise Worte rufend, weil ich sie nicht hören kann.
Als sie mich sieht, hält sie inne. Gott, zum Glück ist sie nicht krank. Sie schreit mir nicht ins Gesicht, wenn ich vor ihr stehe. Sie blickt mich nur an, ganz stumm. Egal, dass ich sie sowieso nicht hören kann. Ihr Mund ist geschlossen. Doch hin und wieder sagt sie irgendwas, mit diesem Ausdruck auf ihrem Gesicht, den ich nicht deuten kann. Ich bin nicht von Anfang an der Richtige, aber ich kann es werden. Bestimmt.
Ein Lächeln legt sich auf ihre Lippen. Ein Grinsen. Wir sehen uns an, und ich atme tief durch, bevor ich zu ihr trete. Sie legt den Kopf schief, und das gefällt mir. Sie blickt mich so an, wie mich noch niemals ein Mädchen angesehen hat, das in der ersten Reihe stand. Egal, denn jetzt ist sie hier. Anstatt Welten trennt uns nur eine Scheibe.
Ich überwinde den Abstand, der zwischen uns ist. Ich blicke sie an, und sie sieht zurück.
„Ich kann der Richtige werden“, sage ich, aber sie kann mich ja nicht hören. Vielleicht versteht sie es trotzdem. Vielleicht auch nicht, denn vielleicht muss sie auch zuerst die Richtige werden, bevor sie mich verstehen kann. Aber nichts desto trotz glaube ich, dass sie weiß, was ich sagen will.
Sie antwortet. Stumm verformen sich ihre Lippen. Ich kann sie nicht hören. Aber ich weiß, was sie mir sagen will. „Ich weiß“, sagt sie, „denn ich bin genauso.“
„Du bist neu für mich“, sage ich. Fern von all dem Alltag, denke ich, obwohl doch alles anders ist. Aber sie ist ganz anders. „Es ist alles neu für mich“, gebe ich zu und lege den Kopf schief, so wie sie es getan hat. In meinem Blick liegt Nostalgie. Was sie sich wohl auf meine Maske gemalt hat? Schließlich stehe ich hinter einer Scheibe, eingerahmt, wie in einen Bilderrahmen.
Sie steht einfach da, so wie ich, und ich hebe die Hand, weil ich eigentlich ihr hübsches Gesicht berühren will.
Doch ich kann ja nicht. Dann lege ich meine Hand dorthin, auf die Scheibe, wo sie einfach nicht in ihrem Tun angehalten hätte, wäre dort keine Scheibe zwischen uns.
Sie lächelt, ihre Augen glitzern.
Sie hebt die Hand und legt sie auf meine.
Irgendwann werden wir die Glasscheibe zwischen uns zerbrechen.
Ich hoffe, das geschieht bald.
Doch mein Flugzeug wartet nicht. Das weiß sie.
Der Abschied fällt uns schwer.
Aber ich weiß, dass ich sie noch einmal finden kann, so wie heute.

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4 Gedanken zu “5 Meter

  1. janny

    ohhhhhhhhh das find ich voll schön!:))) haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaach wie süß!!!!:))))))

    hihihi oki ich höre auf aber toller text meine maus!:))

    hdl<3

  2. Wuhu *wink*
    Friendship hab ich mir auch angeschaut. (mitm Kumpel – passt ja ^^)Hinter uns waren aber so richtig nervige 12 Jährige, die sich die ganze Zeit Ausdrücke an den Kopf geworfen haben. Hat die Stimmung leicht versaut, Film war trotzdem toll ^^.

    Grüßle
    Bis Freitag

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