Happy New Year!

Musik: Flo Rida feat. Wynter – Sugar; Leighton Meester – Body Control

Ein schönes neues Jahr 2010!!!

Besser kann’s eigentlich nicht anfangen… Dieses Jahr mache ich mit ein paar Freundinnen zusammen Winterwaldheim. Draußen hat es um die minus 5°C und zum Teil stehen wir bis zu ’ner Stunde lang draußen um den rodelnden (süßen^^) Kindern  zuzusehen und aufzupassen ;)

Vera und ich sind sowieso schon übermüdet, da ist es echt egal, dass wir noch eeeewig lange („gaye“) Musik hören… Linda und Christina sind auch noch mit dabei… ^^

Schöne Ferien noch… (Man muss noch Mathe lernen… und ein Französischreferat vorbereiten. -.-)

Schmerz und Nebel

Während sich meine Hände und Füße mechanisch und selbstständig wie die eines Roboters bewegten, leuchteten hinter meiner Stirn schwarz-weiße Gedankenbilder auf. Eine unendliche Welt aus Gefühlen, Gedanken und Träumen fuhr durch meine von Nebel und Dunkelheit eng begrenzte Welt. Beide Welten waren für den Mann auf der anderen Seite des Tischchens Wirklichkeit. Aber was war schon wirklich?

Die farbigen Gedankenbilder hatte ich zu Hause gelassen, sorgfältig eingesperrt in meiner Schatztruhe. Ich verschloss meine Gedanken vor denen, die ich nach außen trug. Diese Gedanken gehörten nur mir. Nur mir allein, und dem anderen Teil meiner Seele.

Der Mann schaute mich nicht an. Er war über meinen schwarz-weißen Gedanken gebeugt und betrachtete ihn mit einer Lupe.

Ich öffnete meine Hose und legte mich auf den sterilen, eiskalten Tisch. Im Raum war alles sauber, die weißen Wände sahen aus wie tot. Es roch wie im Krankenhaus, nach den Zitrusaromen im Bodenreiniger.

Meine Augen starrten an die weiße Decke. Dass die Wände so leer waren, hätte ich nicht gedacht. Der Laden des Mannes sprach für seine Kunst und Kreativität. Ich verstand nicht, wie er inmitten dieser unbefleckten Unschuld seine Ideen verwirklichen konnte. Aber was war schon wirklich?

Viele dünne Striche, sagte der Mann. Das muss viel Arbeit gewesen sein. Ja, sage ich. Viel Arbeit. Und das schon fast umsonst. Eigentlich wollte ich heute Abend nicht alleine sein. Doch der andere Teil von mir war mir nicht durch den wabernden Nebel gefolgt.

Der Mann kam mit den Nadeln auf mich zu. Er hatte schon seine Handschuhe angezogen. Um von der Farbe nichts abzubekommen. Oder, um mich nicht berühren zu müssen.

Ob ich mir sicher sei, fragte er mich. Ja, sagte ich. Ganz sicher. Aber was war schon sicher?

Mir war etwas versprochen worden, das jemand heute Abend nicht gehalten hatte. Also warum war ich alleine durch den Nebel gerannt? Warum hatte ich alleine die feucht-kalte Luft eingeatmet als würde ich ersticken?

Ich sah den Mann noch ein letztes Mal an, bevor ich meinen Blick der Decke zuwandte. Sie war noch immer weiß. Und nun stach er zu. Die Nadel war eiskalt, und so langsam färbte sich die unbefleckte Unschuld schwarz. Die Nadel vibrierte, und mein ganzer Körper schien unter ihr zu beben. Mein Herz schien mir in der Brust zerspringen zu wollen, und mein Blut pulsierte in der Ader, die die Vibration der Nadel anregte.

Die verfärbte Stelle begann, gereizt zu reagieren. Meine Haut wehrte sich. Ich hörte nicht auf sie. Die Zeit, in der ich auf die bittenden Warnungen meines Körpers gehört hatte, war schon lange vorbei. Sie schrie förmlich auf, denn die Beengung wurde immer schlimmer. Doch was war schon schlimm?

Schlimm war, dass ich an diesem Abend diesen Schmerz alleine durchstehen musste.

Schlimm war, dass ich nicht durch den Nebel zurückkehren konnte.

Schlimm war, dass der andere Teil meiner Seele vergeblich auf der anderen Seite wartete und mit meinen farbigen Gedanken spielte.

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2 Gedanken zu “Happy New Year!

  1. janny

    es geht um ei tattoo richtig? sehr schön geschrieben wieder einmal was kann man denn noch anderes sagen bei deinen schönen texten!:)
    ich liebe sie!

Kommentare & Meinungen / Comments & Opinions

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